In jeder Gruppe treffen unterschiedliche Persönlichkeiten, Bedürfnisse und Temperamente aufeinander – das gilt ebenso für Kindergruppen. Nicht selten entstehen dabei Situationen, die pädagogisches Personal als herausfordernd erleben: Kinder, die zum Beispiel im Morgenkreis „stören“, weglaufen oder impulsiv reagieren.
In dieser Fortbildung geht es darum, Gruppendynamiken verstehensorientiert und inklusiv zu begleiten. Anhand praxisnaher Beispiele lernen Sie, Verhalten in Gruppen nicht als „schwierig" zu bewerten, sondern als Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse zu deuten. Dabei werden auch Ursachen beleuchtet, die mit Ausgrenzung oder Diskriminierung, von Kindern oder von Erwachsenen ausgehend, zu tun haben.
Im Mittelpunkt steht eine gewaltfreie, beziehungsorientierte und inklusive Haltung, die allen Kindern Teilhabe ermöglicht – unabhängig von Entwicklungsstand, Temperament oder sozialem Hintergrund.
Die Teilnehmenden erhalten Impulse, um Gruppenprozesse konstruktiv zu gestalten, Spannungen vorzubeugen oder früh zu erkennen und Kinder empathisch in ihrer sozialen Entwicklung zu unterstützen. Ziel ist es, ein Miteinander zu fördern, in dem sich jedes Kind als wichtiger Teil der Gemeinschaft empfindet – gesehen, angenommen und wertgeschätzt.